Kollektivverträge in die Verfassung. ArbeiterInnenrechte schützen!

Die Arbeiterkammer vertritt 3,6 Millionen Menschen. Sie bietet nicht nur eine Rechtsschutzversicherung in Streitfällen vor Gericht, sie führt auch 2 Millionen Beratungen im Jahr durch. Außerdem macht die Kammer-Pflicht die wichtigen Kollektivverträge bindend. All das setzen Strache und die FPÖ mit ihrer Forderung nach Ende der Pflichtmitgliedschaft aufs Spiel. Wir hingegen fordern eine Stärkung der ArbeiterInnenrechte: das System der Kollektivverträge muss in Verfassungsrang gehoben werden!

Allein 2016 erstritt die AK 532 Millionen Euro für uns ArbeiterInnen - mehr als sie durch Beiträge erhält. So sieht effiziente Arbeit aus! Neben den vielen Serviceleistungen der AK ist es auch die Pflichtmitgliedschaft, die die Arbeiterkammer so stark macht. Denn sie spricht für alle ArbeiterInnen, Lehrlinge, Arbeitslose und PensionistInnen. Dadurch ist sie eine starke Stimme für unsere Rechte.

Was bedeutet die Pflichtmitgliedschaft für dich?

Wer arbeitet, zahlt 0,5% des Bruttolohns automatisch an die Arbeiterkammer. Der Betrag ist mit 14,44 Euro gedeckelt und beträgt im Durchschnitt 7 Euro. Wer Arbeitslosengeld, Notstandshilfe oder Krankengeld bezieht, in Karenz ist, geringfügig beschäftigt arbeitet, Lehre macht oder Präsenz- und Zivildienst leistet, ist vom Mitgliedsbeitrag befreit. Die Leistungen der AK können trotzdem genutzt werden!

Was macht die Pflichtmitgliedschaft möglich?

Sie macht die AK zu einer starken Vertretung, die unabhängig und ausschließlich im Interesse der Arbeiterinnen arbeiten kann. Außerdem gibt es auch eine Kammer-Pflichtmitgliedschaft für Unternehmen. Durch dieses beidseitige System werden ausgehandelte Verträge zwischen der ArbeiterInnenvertretung (AK und Gewerkschaften) und Unternehmensvertretung (z.B. Wirtschaftskammer) bindend! Dazu zählen auch die Kollektivverträge, die zwar von der Gewerkschaft ausgehandelt, aber erst durch die Pflichtmitgliedschaft bei AK oder WKO bindend werden. Kollektivverträge wiederum sichern für uns alle einen gewissen Mindestlohn, ein 13. und 14. Gehalt, geregelte Freizeitansprüche und vieles mehr. Mit 98% Kollektivvertragsabdeckung ist Österreich Spitzenreiter!

Was die Forderung von Strache und der FPÖ bedeutet?

Ein Ende der Pflichtmitgliedschaft mag verlockend klingen. Wer freiwillig dabei sein will, kann ja immer noch. Hört sich nach mehr Freiheit an, ist es aber nicht! Was bringt uns die Wahl Mitglied zu sein oder nicht, wenn wir auf jeden Fall Rechte verlieren? ArbeiterInnenrechte! Beratung! Rechtsschutzversicherung! Kollektivverträge! All diese Rechte ermöglichen uns ein besseres Leben. Sie bieten uns mehr Möglichkeiten, mehr Sicherheit und somit auch mehr Freiheit. Ein Ende der Pflichtmitgliedschaft hingegen setzt all das aufs Spiel. Spricht die AK nicht mehr für alle ArbeiterInnen, die WKO nicht mehr für alle Unternehmen - dann sind die Kollektivverträge auch nicht mehr verbindend. Das ist vor allem für Menschen mit niedrigen Löhnen eine große Gefahr!

Kollektivverträge in die Verfassung!

Um unsere Rechte vor Angriffen der neoliberalen FPÖ zu schützen, braucht es ihren Schutz. Am besten geht das, in dem wir das System der Kollektivverträge und damit auch die Pflichtmitgliedschaft verfassungsrechtlich absichern. So ein Bundesverfassungsgesetz braucht eine 2/3-Mehrheit im Parlament. Und ebenso viel, um aufgehoben zu werden. Damit schützen wir die AK, die Kollektivverträge und vieles mehr vor Strache & Co.



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