Gratis Öffis statt CO2!

Wollen wir die schlimmsten Folgen der Klimakrise verhindern, dann müssen wir unser Verkehrssystem ändern - einen der größten CO2-Treiber! Wir müssen aufstehen für öffentliche, nachhaltige und leistbare Mobilität!

Schiene statt Straße!

Der Verkehr auf der Straße ist das beherrschende Modell in unserem Wirtschaftssystem. In Österreich werden zwei Drittel der Güter auf der Straße transportiert und nur ein Drittel auf der Schiene. Im EU-Durchschnitt sind es sogar 80 Prozent. Auch im Personenverkehr hat das Auto die Nase vorn: Vier Mal so viele Personenkilometer werden in Österreich mit Benzin- oder Dieselautos zurückgelegt, wie mit der Bahn.

Dabei ist der Verkehr auf der Schiene um ein Vielfaches klimaschonender als der Straßenverkehr. Beim Transport mit dem Auto fallen 15-mal so viele schädliche Treibhausgase an wie beim Zug. Dadurch ist der Verkehr einer der Sektoren, in denen die meisten Treibhausgase ausgestoßen werden.

Wir finden deshalb: Es muss sich etwas ändern! Die Entwicklungen der letzten Jahre gehen aber in die völlig falsche Richtung. Denn der Verkehrsträger, der am schnellsten wächst, ist der Flugverkehr. Pro Personenkilometer fallen hier sogar 31-mal so viele Emissionen an wie auf der Schiene! Gerade der LKW-Verkehr steigt in Österreich viel stärker an als im EU-Durchschnitt. Dadurch ist der Verkehrs-Sektor auch der Bereich in dem die Emissionen am meisten steigen. Im Gegensatz dazu ist der Schienenverkehr fast völlig elektrifiziert und könnte jetzt schon beinahe ohne schädliche Treibhausgase auskommen.

Der Fossil-Lobby den Kampf ansagen!

Während sich Naturkatastrophen häufen und die Erde brennt, wird der Verkehr immer klimaschädlicher. Warum? Weil fossile Brennstoff-Konzerne und Auto-Unternehmen jahrzehntelang erfolgreiche Lobbyarbeit gemacht haben. Sie haben eine Politik durchgesetzt, die den öffentlichen Verkehr benachteiligt und dem Individualverkehr auf der Straße und in der Luft große Vorteile einräumt: So fällt in Österreich beispielsweise auf Auslandsflüge keine Umsatzsteuer an. Auch die Mineralölsteuer entfällt für Flugzeuge, während für die Bahn durchaus eine Energieabgabe zu zahlen ist.

Das europäische Schienennetz weist an vielen Stellen Löcher auf, wo früher funktionierende Verbindungen waren. Viele Regionen sind sehr schlecht angebunden. Durch eine falsche Wettbewerbspolitik wurden die Bahngesellschaften einzelner Länder gegeneinander ausgespielt, so dass sich ein Fleckerlteppich aus unterschiedlichen Bahnsystemen entwickelt hat. Die Geschwindigkeit der Züge ist so enorm gedrosselt. Das Potential des Schienenverkehrs ist nicht ausgeschöpft.

Wir müssen aufstehen für eine Revolution im Verkehr: Weg vom umweltschädlichen und ineffizienten Individualverkehr, hin zu einem öffentlichen Verkehrssystem, das allen Menschen günstige Mobilität ermöglicht! Dafür muss sich vieles ändern:

Massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Es braucht einen massiven Ausbau des Schienennetzes um eine umweltfreundliche Alternative zu schaffen. Löcher in bestehenden Strecken müssen geschlossen und Regionen mit schlechter Anbindung erschlossen werden. Auch für kleinste Gemeinden braucht es eine Anbindung. Von Gemeindetaxis oder Car Sharing hin zu Fahrgemeinschaftsbörsen oder einem Discobus gibt es hier viele Möglichkeiten.

Gratis Öffis - Mobilität darf keine Frage des Geldbörserls sein!

Gerade für PendlerInnen ist der öffentliche Weg zum Arbeitsplatz nicht nur aufgrund der schlechten Anbindungen, sondern auch finanziell eine Herausforderung. So kostet etwa eine Jahreskarte aus der obersteirischen Stadt Spielberg in die mit dem Auto knapp eine Stunde entfernte Landeshauptstadt Graz über 1.800€. Wir fordern daher, dass in Kombination mit einem massiven Ausbau der Strecken, öffentliche Verkehrsmittel künftig kostenfrei zugänglich sein sollen!

CO2-Steuer für Konzerne

Um den Güterverkehr von der Straße auf die Scheine zu lenken, fordern wir die Einführung einer CO2 Steuer für Konzerne, die sich am Emissionsverbrauch des Transportmittels orientiert. Schon jetzt gibt es Abgaben in Form von Mineralölsteuern für Autos oder Stromabgaben für die Bahn, eine solche „Mobilitätssteuer“ ist damit keine komplett neue Idee. Um insbesondere den Schwertransport auf Schiene zu bringen, ist sie aber sehr wichtig. Eine Tonne transportiertes Material auf einem Güterzug verbraucht rund 158mal weniger CO2 als eine Tonne auf einem LKW unter 18 Tonnen Gesamtgewicht. Eine solche CO2 Steuer ist daher vor allem für Unternehmen gedacht. Privatpersonen sollen von gratis öffentlichen Verkehrsmitteln gebrauch machen können!

Eine Lösung für die Klimakrise kommt nicht aus ohne eine Revolution im Verkehr. Stehen wir auf für eine Mobilität, die den Interessen von Mensch und Natur entspricht, nicht der Profitgier von Superreichen und Konzernen!

 

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